Taucher zeigt bei der Unterwassernavigation die Richtung, Kurs PADI Underwater Navigator

Wissen, wo du bist. Dort ankommen, wo du hinwolltest.

PADI Underwater Navigator – Unterwassernavigation statt Herumirren

Taucherpaar plant vor dem Tauchgang mit Schreibtafel die Route, Kurs PADI Underwater Navigator

Kursbeschreibung

Im Kurs PADI Underwater Navigator lernst du Unterwassernavigation, eine der am meisten unterschätzten Fähigkeiten beim Tauchen: dich unter Wasser bewusst zu bewegen. Ein Taucher, der weiß, wo er ist, beendet den Tauchgang am geplanten Ort, mit Gasreserve und ohne lange Strecken an der Oberfläche. Wer es nicht weiß, verliert Zeit, Gas und Ruhe, oft auch den Buddy.

Das Programm umfasst Entfernungsmessung (Flossenschläge, Zeit, Anzahl der Atemzüge), Arbeit mit dem Kompass auf einfachen und zusammengesetzten Routen sowie natürliche Navigation: Bodenprofil, Pflanzen, Strukturen, Lichtrichtung und Strömung. Wir zeigen dir, wie du beide Methoden verbindest, denn in der Praxis gibt der Kompass die Richtung vor, und der Boden bestätigt, dass du richtig bist.

Ohne Tarierung und Trimm gibt es keine Navigation (wenn du sie zuerst in Ordnung bringen willst, ist PADI Peak Performance Buoyancy ein guter Einstieg). Wer zum Boden sinkt oder sich zur Seite neigt, hält keinen Kurs und zählt die Flossenschläge nicht zuverlässig. Deshalb arbeiten wir im Kurs in stabiler horizontaler Lage, mit dem Kompass in der Körperachse, und achten auf die Kommunikation im Team: Wer führt, wer zählt, wer achtet auf Zeit und Gas.

In polnischen Seen und Steinbrüchen ist die Sicht oft auf wenige Meter begrenzt, und der Boden sieht über große Flächen ähnlich aus. Das sind gute Bedingungen zum Lernen: Wenn du in einem polnischen Steinbruch bei wenigen Metern Sicht sicher navigierst, kommst du am Riff und am Wrack zurecht. Was du in diesem Kurs lernst, ist auch die Grundlage für Wrack-, Höhlen- und Tec-Tauchen, wo der geplante Rückweg Teil des Gasplans ist.

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Taucher schwimmt im offenen Freiwasser einen festgelegten Kurs, Kurs PADI Underwater Navigator
Wichtige Infos

Meist 2 Ausbildungstage: Theorie (E-Learning oder im Kursraum) und drei Tauchgänge im Freiwasser. Du kannst den Kurs auf zwei Wochenenden verteilen oder mit einer anderen Ausbildung verbinden.

3 Tauchgänge im Freiwasser. Der erste Navigationstauchgang kann als Abenteuertauchgang im Kurs PADI Advanced Open Water Diver angerechnet werden.

Die Ausbildungstauchgänge finden in mäßigen Tiefen statt, meist bis 18 m. Navigation übst du am besten dort, wo der Boden sichtbar und die Tarierung stabil ist, deshalb arbeiten wir in der Praxis flacher.

Höchstens 4 Teilnehmer pro Tauchlehrer. In der kleinen Gruppe führt jeder die Route selbst und bekommt individuelles Feedback.

Luft oder Nitrox für Taucher mit PADI Nitrox. Bei mehreren Tauchgängen am Tag verlängert Nitrox die Nullzeit und verringert die Müdigkeit.

Was du nach dem Kurs kannst:

  • Entfernung über Flossenschläge, Zeit und Anzahl der Atemzüge messen,
  • einen Kompasskurs halten und auf Gegenkurs zurücknavigieren,
  • Quadrat, Dreieck und Rechteck schwimmen und zum Startpunkt zurückkehren,
  • natürlich navigieren mit Boden, Strukturen, Licht und Strömung,
  • Kompass und natürliche Navigation in einem Tauchgang verbinden,
  • die Route eines Tauchgangs mit Blick auf Gas und Ausstieg planen,
  • die Richtung an der Oberfläche bestimmen und im Team navigieren.

  • Mindestalter: 10 Jahre,
  • Brevet PADI (Junior) Open Water Diver oder gleichwertig einer anderen Organisation,
  • Gesundheitszustand, der das Tauchen erlaubt (medizinischer Fragebogen, bei Bedarf ärztliches Attest),
  • grundlegende Tarierung; einige Tauchgänge nach dem Grundkurs empfohlen.

Spezialausrüstung

  • Tauchkompass (am Handgelenk oder in der Konsole; Computer mit Digitalkompass als Ergänzung),
  • Schreibtafel mit Bleistift,
  • Oberflächenboje oder Dekoboje (DSMB) mit Spool.

Standardausrüstung

  • Neopren- oder Trockentauchanzug passend zur Wassertemperatur,
  • Jacket oder Wing, Flasche, Atemregler mit Oktopus,
  • Tauchcomputer,
  • Maske, Flossen, Lampe.

Kompass und übrige Ausrüstung kannst du bei Long Deco leihen. Wenn du einen eigenen Kompass hast, bring ihn mit: Am besten lernst du mit der Ausrüstung, mit der du später tauchst.

Kursgebühr

Der Preis wird individuell festgelegt, abhängig von Ort, Termin und Teilnehmerzahl.

Registrierungs- und Brevetgebühr

Nach der aktuellen Preisliste von PADI.

Zusätzliche Kosten

Leihausrüstung, Gase, Eintritt zu Tauchplätzen, Anreise, gegebenenfalls Unterkunft.

Taucherpaar schwimmt einen festgelegten Kurs über ein Riff, Kurs PADI Underwater Navigator

Theorie

Die Theorie ist kurz und praktisch. Du sollst verstehen, warum Taucher vom Kurs abkommen und wie du das verhinderst. Formeln auswendig lernen musst du nicht.

  • Aufbau und Funktion des Tauchkompasses, Kompass und Computer mit Digitalkompass im Vergleich,
  • Methoden der Entfernungsmessung und ihre Grenzen,
  • Navigationsmuster: Gegenkurs, Quadrat, Dreieck, Rechteck,
  • natürliche Navigation: Boden, Pflanzen, Licht, Strömung, Geräusche,
  • Störfaktoren: Strömung, schlechte Sicht, magnetische Ausrüstung nahe am Kompass,
  • Planung der Route und der Orientierungspunkte vor dem Einstieg,
  • Navigation im Team und Vorgehen nach Verlust der Orientierung.

Praxis

Jeder Tauchgang beginnt mit einem Plan: Route, Orientierungspunkte, Grenzen für Gas und Zeit. Nach dem Auftauchen vergleichen wir den Plan mit dem, was tatsächlich passiert ist.
Tauchgang 1: Entfernungsmessung

  • Kalibrierung der Flossenschläge auf einer Strecke mit bekannter Länge,
  • Entfernung über Zeit und Anzahl der Atemzüge messen,
  • Strecke in eine Richtung und Rückweg auf Gegenkurs.

Tauchgang 2: natürliche Navigation

  • Orientierungspunkte erkennen und sich merken,
  • Navigation nach Bodenprofil, Strukturen und Licht,
  • Rückkehr zum Startpunkt ohne Kompass.

Tauchgang 3: Kompass und zusammengesetzte Routen

  • Quadrat und Dreieck schwimmen und zum Ausgangspunkt zurückkehren,
  • Kompass mit natürlicher Navigation verbinden,
  • das Team selbstständig auf der geplanten Route führen.

Halte den Kompass in der Körperachse und schau über ihn hinweg. Die meisten Navigationsfehler entstehen durch eine schräge Lage und ungezählte Flossenschläge. Die Richtung selbst stimmt meistens.

Taucherpaar im Freiwasser bei Navigationsübungen, Kurs PADI Underwater Navigator
Häufige Fragen

FAQ

Die Spezialisierung lehrt Navigation unter Wasser: mit Kompass, Entfernungsmessung und natürlichen Orientierungspunkten. Nach dem Kurs planst und führst du die Route eines Tauchgangs selbst und kommst am geplanten Ausstieg an.

Besondere Begabung brauchst du nicht, wohl aber Konzentration und Disziplin. Die meiste Arbeit steckt in einer stabilen Lage und im konsequenten Zählen der Flossenschläge. Die Bedienung des Kompasses ist der leichtere Teil.

Der Kurs umfasst 3 Tauchgänge im Freiwasser. Oft machen wir sie an einem oder zwei Tagen, im See oder Steinbruch.

Das ist nicht nötig, einen Kompass kannst du leihen. Wenn du weiter tauchen willst, lohnt sich ein eigener, denn mit der Zeit lernst du, wie er reagiert und wie du ihn abliest.

Dem Kompass zu vertrauen, wenn das Bauchgefühl eine andere Richtung sagt, und bei schlechter Sicht den Kurs zu halten. Dabei helfen ein guter Trimm und eine klare Rollenverteilung im Team.

Ja, der Kurs eignet sich gut für Reisen mit Landtauchgängen. Denk aber daran, dass Navigation bei guter Sicht leichter ist als in polnischen Seen. Einen Teil der Übungen wiederholst du am besten zu Hause.

Er kann ihn ergänzen, aber nicht immer ersetzen. Ein Digitalkompass muss kalibriert werden, verbraucht Batterie und lässt sich oft langsamer ablesen. Deshalb arbeiten wir im Kurs mit einem klassischen Kompass.

Ja, sie gehört zu den Grundlagen. Beim Wrack-, Höhlen- und Tieftauchen ist die Rückkehr zur Abstiegsleine oder zum Ausgang Teil des Gasplans, und ein Navigationsfehler bedeutet längere Deko im Freiwasser oder zu wenig Gas für den Rückweg.
Long Deco
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