Berechtigungen für PADI-Spezialkurse
PADI Instructor Specialty Training – Specialty-Instructor-Berechtigungen
Kursbeschreibung
Instructor Specialty Training ist eine Ausbildung für PADI-Tauchlehrer, mit der du deine Kompetenzen um Spezialkurse erweiterst. Ein PADI Course Director leitet das Programm. Es verbindet die formalen Berechtigungen mit praktischer Vorbereitung auf die Arbeit mit Tauchern verschiedener Niveaus.
Mit Specialty-Berechtigungen kannst du Kurse leiten, die konkrete Fertigkeiten aufbauen: Tieftauchen, Wracktauchen, Navigation, Nachttauchen oder Nitrox. Für dich als Tauchlehrer ist jede Berechtigung ein konkreter Kurs, den du verkaufen und durchführen kannst, und mehr als ein weiterer Eintrag im Profil.
Die Berechtigungen sind außerdem ein wichtiger Teil der Instructor-Laufbahn. Fünf Specialty-Instructor-Berechtigungen sind eine der zwei Bedingungen für das Rating PADI Master Scuba Diver Trainer, die andere sind 25 ausgestellte Brevets. In der Praxis treibt das eine das andere an: Je mehr Kurse du leiten kannst, desto schneller sammelst du Brevets.
Meist 1 bis 2 Tage pro Specialty-Instructor-Berechtigung, je nach Umfang des Kurses und Ausbildungsbedingungen. Mehrere Berechtigungen lassen sich in einem Block machen.
Theorieeinheiten, Instructor-Workshops, Vorbereitung eines eigenen Ausbildungsprogramms und, bei Spezialkursen mit Tauchgängen, Einheiten im Wasser.
Kleine Instructor-Gruppen, damit du individuell an deinem Handwerk arbeiten kannst.
Die Ausbildung leitet ein PADI Course Director.
- Brevet: PADI Open Water Scuba Instructor oder höher, mit Status als aktiver Tauchlehrer; alternativ ein abgeschlossener IDC oder ein Programm OWSI in den letzten 12 Monaten;
- Erfahrung: bevor du eine bestimmte Berechtigung beantragst, brauchst du meist mindestens 10 Tauchgänge im Logbuch im jeweiligen Bereich; du kannst sie vor, während oder nach den Workshops machen;
- Taucherbrevet: für manche Spezialkurse brauchst du das passende Brevet auf Taucherebene, unter anderem bei Enriched Air, Self-Reliant Diver, dem Equipment-Spezialkurs und bei Rebreather-Berechtigungen;
- Aktuelle Unterlagen: aktuelle medizinische Erklärung, Erste-Hilfe-Ausbildung und Berufshaftpflichtversicherung.
Am gefragtesten auf dem Markt
- Enriched Air Nitrox Instructor: der meistverkaufte Spezialkurs, setzt ein vorheriges Taucherbrevet voraus;
- Deep Diver Instructor: Tieftauchen;
- Wreck Diver Instructor: Wracktauchen;
- Navigation Instructor: Unterwassernavigation;
- Peak Performance Buoyancy Instructor: perfekte Tarierung;
- Dry Suit Instructor: Trockentauchanzug, in Polen besonders stark.
Technik und Ausrüstung
- Sidemount Diver Instructor,
- Self-Reliant Diver Instructor: setzt ein Taucherbrevet und nachgewiesene Erfahrung voraus,
- Equipment Specialist Instructor: setzt eine vorherige technische Ausbildung voraus,
- Diver Propulsion Vehicle Instructor,
- Delayed Surface Marker Buoy Instructor,
- Emergency Oxygen Provider Instructor.
Umgebung und Exploration
- Night Diver Instructor,
- Boat Diver Instructor,
- Drift Diver Instructor,
- Altitude Diver Instructor,
- Multilevel Diver Instructor,
- Search and Recovery Instructor.
Natur, Bild und Naturschutz
- Underwater Naturalist Instructor,
- Fish Identification Instructor,
- Digital Underwater Imaging Instructor (Foto und Video),
- Coral Reef Conservation Instructor,
- Project AWARE und Shark Conservation Instructor.
Die Liste ist nicht abschließend. PADI bietet mehrere Dutzend Standard-Spezialkurse, dazu kommen eigene Spezialkurse (Distinctive), die ein erfahrener Tauchlehrer für seine Arbeitsumgebung entwickeln kann.
Die Ausrüstung hängt vom Spezialkurs ab. Meist reicht eine Standard-Tauchausrüstung, manche Kurse verlangen aber zusätzliche Ausrüstung:
- Tauchkompass: Navigation;
- Reels und Spools sowie eine Signalboje: Wracks, DSMB, Suchen;
- Hauptlampe und Backup-Lampe: Nachttauchen;
- Trockentauchanzug mit Unterzieher: Dry Suit;
- Sauerstoffanalysator: Nitrox;
- Foto- oder Videoausrüstung: Foto- und Videokurse;
- Unterwasserscooter: DPV.
Tauchlehrer nutzen außerdem PADI-Ausbildungsmaterial: Kurshandbücher, Instructor-Material und Präsentationen für die Theorie. Kläre vor der Ausbildung, was das Tauchcenter stellt und was du selbst mitbringen musst.
Kursgebühr
Der Preis hängt von Zahl und Art der Specialty-Instructor-Berechtigungen ab. Spezialkurse mit Tauchgängen sind teurer als solche im Workshopformat.
Registrierungs- und Brevetgebühr
Antragsgebühr an PADI für jede Specialty-Instructor-Berechtigung, nach der aktuellen Preisliste der Zertifizierungsorganisation.
Ausbildungsmaterial
Instructor-Material für jeden Spezialkurs und Handbücher auf Teilnehmerebene, werden separat abgerechnet.
Zusätzliche Kosten
Atemgase, Tauchlogistik, Leihe von Spezialausrüstung, Anreise, Unterkunft und Verpflegung.
Theorie
Die Theorie konzentriert sich auf den Aufbau von Spezialkursen und darauf, wie man sie durchführt:
- PADI-Ausbildungsstandards für die einzelnen Spezialkurse;
- Aufbau eines Spezialkurses und sein Platz im Ausbildungsweg der Teilnehmer;
- einen eigenen Ausbildungsplan und Hilfsmaterial vorbereiten;
- Methoden für Theorie und Praxis in einem eng umrissenen Themenbereich;
- das Programm an das Niveau der Teilnehmer und die Umgebung anpassen;
- Auswahl der Spezialkurse passend zum Markt und Aufbau des Angebots im Tauchcenter.
Praxis
Die Praxis baut dein Instructor-Handwerk in einem konkreten Spezialgebiet aus:
- Theorieeinheiten für den gewählten Spezialkurs halten;
- Übungen unter Wasser präsentieren und vorführen;
- Ausbildungstauchgänge für konkrete Ziele organisieren;
- eine Gruppe von Teilnehmern unter den besonderen Bedingungen des jeweiligen Spezialkurses führen;
- Unterrichtsszenarien und typische Problemsituationen des jeweiligen Bereichs besprechen.
Ziel ist ein Handwerk, mit dem du den Kurs ab dem ersten Tag nach der Berechtigung selbstständig leiten kannst. Eine rein formal bestandene Ausbildung reicht uns nicht.
FAQ
Tauchlehrer mit mehreren Berechtigungen sind bei Tauchcentern gefragter und haben oft mehr Möglichkeiten, in der Tauchbranche zu arbeiten.
Weitere Ausbildung
Der berufliche PADI-Weg nach den Specialty-Instructor-Berechtigungen:
- PADI Master Scuba Diver Trainer: nach 5 Berechtigungen und 25 Brevets;
- PADI IDC Staff Instructor: Mitarbeit an der Ausbildung künftiger Tauchlehrer, setzt MSDT voraus;
- PADI Tec Instructor: der technische Weg, für den MSDT Voraussetzung ist;
- weitere Specialty-Instructor-Berechtigungen, die dein Angebot über das geforderte Minimum hinaus erweitern.
Sieh die Spezialkurse als Investition in dein Angebot und nicht als Etappe zum Abhaken. Die fünfte Berechtigung öffnet den MSDT, doch meist entscheiden die sechste und siebte darüber, womit du dich abhebst.
Reisen
Spezialkurse funktionieren am besten draußen vor Ort, und dort wächst auch die Zahl deiner Brevets am schnellsten:
- Spezialkurse auf Ausbildungsreisen leiten;
- thematische Tauchcamps rund um einen Spezialkurs;
- Saisonarbeit in Polen und im Ausland;
- Kurse in verschiedenen Umgebungen leiten: anderes Wasser, andere Teilnehmer, andere Probleme;
- ein Portfolio an brevetierten Tauchern aufbauen, das du für die weitere Karriere brauchst.
Eine Reise ist meist der schnellste Weg zu Brevets: mehrere Kurse in einer Woche statt mehrerer in einem Monat. Den Reisekalender führen wir separat.
Berufspraxis
Arbeit, in der aus neuen Berechtigungen ein Angebot wird:
- Spezialkurse im Angebot von Long Deco leiten;
- ein Portfolio an Brevets auf dem Weg zum Rating MSDT aufbauen;
- eigene Ausbildungsprogramme und thematische Workshops entwickeln;
- Spezialkurse auf Reisen leiten;
- in einem bestimmten Ausbildungsbereich bekannt werden.
Plane die ersten Kurse im neuen Spezialgebiet bald nach der Ausbildung. Direkt nach den Workshops ist dein Handwerk deutlich frischer als nach ein paar Monaten Pause.