Das ganze Gesicht unter Kontrolle.
PADI Full Face Mask Diver – die Vollgesichtsmaske zum Tauchen Schritt für Schritt
Kursbeschreibung
Eine Vollgesichtsmaske zum Tauchen verbindet Maske und Atemregler zu einem Teil. Mit den beliebten Vollgesichts-Schnorchelmasken, die nur zum Schwimmen an der Oberfläche gedacht sind, hat sie nichts gemeinsam. Sie schützt das Gesicht vor kaltem Wasser, erlaubt Nasenatmung und macht Sprachkommunikation unter Wasser möglich. Gleichzeitig ändert sie die Grundverfahren, die du aus dem Kurs PADI Open Water Diver kennst: Druckausgleich, Ausblasen der Maske und der Wechsel auf die Ersatzluftquelle funktionieren anders.
Der Kurs PADI Full Face Mask Diver bringt dir diese Unterschiede kontrolliert bei. Wir beginnen mit Anpassung und Konfiguration der Maske an Land, üben dann im flachen Wasser und gehen erst danach ins Freiwasser. Die meiste Zeit verwenden wir auf Notfallverfahren, denn sie entscheiden über die Sicherheit, wenn die Maske nicht mehr so funktioniert, wie sie soll.
In Polen hat eine Vollgesichtsmaske echten Nutzen. Im kalten Wasser von Seen, Steinbrüchen und Ostsee begrenzt sie das Auskühlen des Gesichts, und bei schlechter Sicht erleichtert Sprachkommunikation die Teamarbeit, zum Beispiel bei Suchaktionen, beim Filmen oder bei Aufgaben, die Koordination verlangen. Solche Masken sind auch Standard bei vielen Einsatzkräften und im Berufstauchen.
Bei Long Deco legen wir im Kurs viel Wert auf Tarierung und Trimm, denn eine Vollgesichtsmaske verändert die Auftriebsverteilung am Kopf und die Atmung. Wer seine Lage im Wasser gut beherrscht, gewöhnt sich schneller an die neue Ausrüstung und führt die Verfahren ruhiger aus.
Ein Ausbildungstag mit Theorie, Vorbereitung der Ausrüstung, einer Einheit im flachen Wasser und zwei Tauchgängen. In der kälteren Saison und bei längerer Eingewöhnung an die Maske kann ein zweiter Tag nötig sein.
Zwei Tauchgänge im Freiwasser nach Übungen im flachen Wasser oder im Schwimmbad. Die Tiefe bleibt im Rahmen deiner Berechtigungen.
Die Ausbildungstauchgänge planen wir im Rahmen deiner Berechtigungen, meist flacher, als dein Brevet erlaubt. Notfallverfahren mit Vollgesichtsmaske übt man zuerst im flachen Wasser, wo ein direkter Aufstieg leicht ist.
Höchstens 4 Teilnehmer pro Tauchlehrer. Übungen mit Wechsel auf die Ersatzluftquelle und Abnehmen der Maske brauchen enge Betreuung, deshalb ist eine kleine Gruppe hier besonders wichtig.
Wir tauchen mit Luft. Mit Nitrox-Brevet kannst du mit Nitrox tauchen, wenn Maske und Atemregler für sauerstoffangereicherte Gemische vorbereitet sind.
Was du nach dem Kurs kannst:
- eine Vollgesichtsmaske auswählen, anpassen und einstellen,
- die Maske vorbereiten und vor dem Tauchgang prüfen,
- mit Vollgesichtsmaske den Druckausgleich in den Ohren machen,
- Wasser aus der Maske entfernen und mit Beschlagen umgehen,
- auf die Ersatzluftquelle wechseln und unter Wasser zu einer normalen Maske wechseln,
- Sprachkommunikation und Teamzeichen nutzen,
- einen Tauchgang mit Blick auf den Gasverbrauch mit Vollgesichtsmaske planen.
- Mindestalter: 12 Jahre,
- Brevet PADI (Junior) Open Water Diver oder gleichwertig einer anderen Organisation,
- guter Gesundheitszustand, bestätigt durch den medizinischen Fragebogen, bei Bedarf durch ein ärztliches Attest,
- sichere Tarierung und ruhige Ausführung von Maskenübungen.
Spezialausrüstung
- Vollgesichtsmaske mit Atemregler,
- normale Maske als Ersatz, in der Tasche,
- Ersatzluftquelle mit langem oder normalem Schlauch,
- Sprachkommunikation, falls verfügbar.
Standardausrüstung
- Jacket oder Wing mit Backplate,
- Atemregler mit Finimeter,
- Anzug passend zur Wassertemperatur,
- Tauchcomputer,
- Blei, Flossen, Kopfhaube und Handschuhe.
Vollgesichtsmaske und Kommunikation stellen wir für den Kurs. Wenn du eine eigene Maske hast, bring sie mit, wir prüfen Konfiguration und Sitz.
Kursgebühr
Der Preis wird individuell festgelegt.
Registrierungs- und Brevetgebühr
Nach der aktuellen Preisliste der Zertifizierungsorganisation.
Zusätzliche Kosten
Leihausrüstung, Gase, Eintritt zu Tauchplätzen, Anreise und gegebenenfalls Unterkunft.
Theorie
Die Theorie umfasst:
- Aufbau der Vollgesichtsmaske: Typen, Abdichtung, innere Halbmaske und Ventil,
- Vor- und Nachteile von Vollgesichtsmasken im Vergleich zur normalen Ausrüstung,
- Druckausgleich und Umgang mit Beschlagen,
- Gasverbrauch und das Risiko, dass sich Kohlendioxid in der Maske sammelt,
- Notfallverfahren: kein Gas mehr, geflutete Maske, Wechsel auf die Ersatzluftquelle,
- Sprachkommunikation: Regeln für Gespräche unter Wasser und Disziplin im Team,
- Reinigung, Desinfektion und Lagerung der Maske.
Praxis
Zuerst arbeiten wir im flachen Wasser, wo jeder Teilnehmer die Verfahren in ruhigem Tempo übt. Erst wenn sie sitzen, folgen zwei Tauchgänge im Freiwasser.
Tauchgang 1: Eingewöhnung und Grundverfahren
- Maske an der Oberfläche aufsetzen und anpassen,
- Abtauchen mit kontrolliertem Druckausgleich,
- Wasser aus der Maske entfernen und Beschlagen kontrollieren,
- Arbeit an Tarierung und Trimm in der neuen Konfiguration,
- kontrollierter Aufstieg mit Sicherheitsstopp.
Tauchgang 2: Notfallverfahren und Kommunikation
- Wechsel auf die Ersatzluftquelle,
- Vollgesichtsmaske abnehmen und unter Wasser eine normale Maske aufsetzen,
- einem Buddy ohne Gas helfen,
- Sprachkommunikation bei einer einfachen Teamaufgabe,
- Gasplanung mit Blick auf den höheren Verbrauch.
Die normale Maske ist immer mit dabei, in der Tasche und nicht am Ufer. Der Maskenwechsel funktioniert nur, wenn du ihn geübt hast und die Maske griffbereit ist.