Taucher fotografiert über einer Seegraswiese, Kurs PADI Digital Underwater Photographer

Erst die Tarierung, dann das Bild.

PADI Digital Underwater Photographer – Unterwasserfotografie mit Plan

Fotograf mit Kamera und Lampe an einer Riffwand, Kurs PADI Digital Underwater Photographer

Kursbeschreibung

Unterwasserfotografie beginnt beim Tauchen, nicht bei der Kamera. Für ein gutes Foto musst du reglos im Wasser stehen, nah an das Motiv herankommen, ohne Sediment aufzuwirbeln, und dabei Tiefe, Zeit und Gas im Blick behalten. Der Kurs PADI Digital Underwater Photographer lehrt dich, das so zu verbinden, dass die Kamera deine Aufmerksamkeit nicht von der Sicherheit abzieht.

Das Programm umfasst die Grundlagen der digitalen Unterwasserfotografie: Belichtung, Weißabgleich, Bildaufbau, Arbeit mit vorhandenem und künstlichem Licht und einfache Bearbeitung nach dem Tauchgang. Wir arbeiten mit der Ausrüstung, die du hast, von der Kompaktkamera im Gehäuse bis zur Systemkamera mit Blitzen. Wichtig ist, dass du deine Kamera bewusst nutzt. Teure Technik brauchst du dafür nicht.

Polnische Gewässer sind für Fotografen schwierig, lehren aber sehr viel. Eingeschränkte Sicht, grünes Wasser und Schwebeteilchen in Seen und Steinbrüchen zwingen dich zu Nahaufnahmen, sorgfältig ausgerichteten Blitzen und sehr präziser Tarierung. Wer unter solchen Bedingungen klare Unterwasserfotos macht, kommt in jedem warmen, klaren Wasser zurecht.

Bei Long Deco legen wir großen Wert auf Trimm, Flossentechnik und Verhalten am Boden. Ein Fotograf, der auf dem Boden kniet oder am Motiv mit den Armen rudert, ruiniert das Foto seines Buddys und schadet der Umwelt. Der Kurs zählt zu den Spezialkursen für die Stufe PADI Master Scuba Diver.

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Taucher mit Lampe über einem Riff mit Gorgonie, Kurs PADI Digital Underwater Photographer
Wichtige Infos

Ein bis zwei Tage mit Theorie, Vorbereitung der Ausrüstung, zwei Tauchgängen und gemeinsamer Besprechung der Fotos. Bearbeitung und Analyse der Fotos nach dem Tauchgang gehören fest zum Kurs.

Zwei Tauchgänge im Freiwasser. Der erste dreht sich um Belichtung und die Grundlagen des Bildaufbaus, der zweite um die Arbeit mit Licht und eine einfache Fotoaufgabe.

Höchstens 4 Teilnehmer pro Tauchlehrer. Fotografen brauchen Platz und Zeit am Motiv, und in einer kleinen Gruppe kann jeder in Ruhe arbeiten, ohne dass andere Sediment aufwirbeln.

Wir tauchen mit Luft. Mit Nitrox-Brevet kannst du mit Nitrox tauchen, was beim Fotografieren in gleichbleibender Tiefe die Nullzeit verlängert.

Was du nach dem Kurs kannst:

  • Kameraeinstellungen an die Bedingungen unter Wasser anpassen,
  • den Weißabgleich einstellen und mit vorhandenem Licht arbeiten,
  • Blitze ausrichten und Schwebeteilchen im Bild reduzieren,
  • Nahaufnahmen und Fotos aus niedriger Perspektive aufbauen,
  • am Motiv deine Lage halten, ohne den Boden zu berühren,
  • einen Fototauchgang mit dem Team planen,
  • Fotos einfach bearbeiten und archivieren.

  • Mindestalter: 10 Jahre,
  • Brevet PADI (Junior) Open Water Diver oder gleichwertig einer anderen Organisation,
  • guter Gesundheitszustand, bestätigt durch den medizinischen Fragebogen, bei Bedarf durch ein ärztliches Attest,
  • gute Tarierung; wir empfehlen vorher den Kurs Peak Performance Buoyancy.

Fotoausrüstung

  • Digitalkamera im Unterwassergehäuse,
  • Blitz oder Dauerlicht, falls vorhanden,
  • geladene Akkus und Speicherkarten,
  • Lanyard oder Clip zur Befestigung der Kamera.

Standardausrüstung

  • Jacket oder Wing mit Backplate,
  • Atemregler mit Finimeter,
  • Anzug passend zur Wassertemperatur,
  • Tauchcomputer,
  • Blei, Flossen, Maske.

Wir arbeiten mit der Ausrüstung des Teilnehmers. Wenn du noch keine Kamera hast, melde dich vor dem Kurs bei uns, wir helfen dir bei der Wahl für den Anfang.

Kursgebühr

Der Preis wird individuell festgelegt.

Registrierungs- und Brevetgebühr

Nach der aktuellen Preisliste der Zertifizierungsorganisation.

Zusätzliche Kosten

Leihe der Tauchausrüstung, Gase, Eintritt zu Tauchplätzen, Anreise und gegebenenfalls Unterkunft.

Unterwasserfotograf mit Kamera im Gehäuse und zwei Lampen, Kurs PADI Digital Underwater Photographer

Theorie

Die Theorie umfasst:

  • wie Wasser das Licht verändert: Farbabsorption, Streuung und Schwebeteilchen,
  • Belichtung: Blende, Belichtungszeit und ISO,
  • Weißabgleich und Fotografie mit vorhandenem Licht,
  • Blitze: Position, Winkel und Leistung,
  • Bildaufbau: Abstand, Perspektive, Hintergrund,
  • Fototauchgänge im Team und Umweltschutz,
  • Fotos sichten, bearbeiten und archivieren.

Praxis

Vor jedem Tauchgang bereiten wir die Fotoausrüstung an Land vor und prüfen sie. Nach jedem Tauchgang sehen wir uns die Fotos gemeinsam an und legen fest, was du beim nächsten änderst.
Tauchgang 1: Tarierung, Belichtung und Bildaufbau

  • Check vor dem Tauchgang: Gehäuse, Dichtungen, Einstellungen,
  • Lage und Trimm mit der Kamera in den Händen,
  • Fotos mit vorhandenem Licht und manuellem Weißabgleich,
  • eine Serie vom selben Motiv aus verschiedenen Abständen,
  • Gas und Zeit im Blick behalten, während du am Motiv arbeitest.

Tauchgang 2: Licht und eine Fotoaufgabe

  • Blitze ausrichten und Schwebeteilchen im Bild reduzieren,
  • den Buddy aus dem Team fotografieren,
  • Nahaufnahmen und Fotos aus niedriger Perspektive ohne Bodenkontakt,
  • eine einfache, vor dem Tauchgang geplante Fotoaufgabe umsetzen,
  • Besprechung und Auswahl der besten Fotos nach dem Tauchgang.

Bevor du fotografierst, bring dich in den Trimm und sieh auf den Computer. Ein Foto kannst du immer wiederholen, eine überschrittene Nullzeit nicht.

Taucher mit Unterwasserkamera an einer Felswand, Kurs PADI Digital Underwater Photographer
Häufige Fragen

FAQ

Ein Spezialkurs, der die Grundlagen der digitalen Unterwasserfotografie vermittelt: Kameraeinstellungen, Arbeit mit Licht, Bildaufbau und Bearbeitung. Genauso wichtig ist, mit Kamera so zu tauchen, dass es für dich, dein Team und die Umwelt sicher bleibt.

Fotografische Erfahrung brauchst du nicht, gute Tarierung schon. Die größte Herausforderung ist, auf den Tauchgang zu achten, während du dich auf die Kamera konzentrierst.

Zwei Tauchgänge im Freiwasser. Nach jedem sehen wir uns die Fotos an, und du siehst, was du beim nächsten verbessern kannst.

Ja, wir arbeiten mit der Ausrüstung des Teilnehmers, weil sich die Fertigkeiten am besten auf die Kamera übertragen, die du später nutzt. Eine Kompaktkamera im Gehäuse oder eine Actioncam reicht, ein teures Set ist nicht nötig.

Nah am Motiv eine stabile Lage halten, ohne den Boden zu berühren und ohne Sediment aufzuwirbeln. In polnischen Gewässern kann ein einziger unachtsamer Flossenschlag die Fotos für den Rest des Tauchgangs beenden.

Ja, in warmem, klarem Wasser gelingen eindrucksvolle Fotos leichter. Es lohnt sich aber, ihn auch in Polen zu machen, weil das Lernen unter schwierigen Bedingungen schneller gute Gewohnheiten aufbaut.

Für die Grundlagen des Bildaufbaus und die Arbeit mit vorhandenem Licht kannst du es nutzen, wenn das Gehäuse für die geplante Tiefe zugelassen ist. Es fehlen aber manuelle Einstellungen und Blitze, deshalb besprechen wir einige Themen nur in der Theorie.

Ja, in den Grundzügen: Fotos auswählen, Weißabgleich korrigieren, zuschneiden und Schwebeteilchen entfernen. Ziel ist ein geordneter Arbeitsablauf mit Unterwasserfotos nach dem Tauchgang, keine fortgeschrittene Bildbearbeitung.
Long Deco
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