Weiter, länger, mit weniger Kraft
PADI DPV Diver – Tauchen mit dem Unterwasserscooter
Kursbeschreibung
Der Kurs PADI DPV Diver lehrt dich, einen Unterwasserscooter sicher und bewusst zu nutzen. Damit bewegst du dich unter Wasser schneller, weiter und effizienter als mit Flossen.
Dieser Spezialkurs ist praktisch und macht einfach Spaß. Mit dem Scooter siehst du in einem Tauchgang ein größeres Gebiet, strengst dich weniger an und verbrauchst dadurch weniger Gas. Für viele Taucher ist genau das der größte Vorteil: mehr sehen, ohne müder zu werden.
Im Kurs lernst du, den Scooter vorzubereiten, Tauchgänge unter Berücksichtigung von Akkulaufzeit und Gasreserve zu planen, zu manövrieren, im Tandem zu fahren und auf typische Probleme zu reagieren, auch auf das ernsteste: einen blockierten Abzug und unkontrollierte Fahrt.
Der Kurs schärft auch das Bewusstsein für die Umwelt. Der Scooter macht dich schneller, ändert aber nicht die Regeln: Er verlangt gute Lagekontrolle und Abstand zum Grund. Ein Taucher mit Scooter zu nah am Riff kann in Sekunden Schäden anrichten, die er mit Flossen während des ganzen Tauchgangs nicht verursachen würde.
2 Ausbildungstage; die gesamte Ausbildungszeit (Theorie, Vorbereitung des Scooters, Tauchgänge) beträgt etwa 12 Stunden.
2 Ausbildungstauchgänge im Freiwasser.
Der Standard erlaubt bis zu 8 Teilnehmer pro Tauchlehrer; wir unterrichten in Gruppen bis 4 Personen.
Luft oder Nitrox, je nach Tauchplan und Brevets.
Nach dem Kurs kannst du:
- den Scooter für den Tauchgang vorbereiten und seinen technischen Zustand prüfen,
- mit dem Scooter ein- und aussteigen und ihn an der Oberfläche nutzen,
- eine stabile Fahrt halten und die Geschwindigkeit kontrollieren,
- Manöver fahren: Wende auf der Stelle und Kurve mit Schräglage,
- im Tandem fahren und den Kontakt zum Buddy halten,
- einen Tauchgang unter Berücksichtigung von Gas, Nullzeit und Akkulaufzeit planen,
- auf einen Scooterausfall und einen blockierten Abzug reagieren.
- Alter: mindestens 12 Jahre;
- Brevet: PADI Open Water Diver oder Junior Open Water Diver, oder ein gleichwertiges Brevet;
- Gesundheit: keine Gegenanzeigen fürs Tauchen;
- Erfahrung: gute Tarierung; formal keine Pflicht, aber mit Scooter spürst du Fehler im Trimm deutlich stärker.
- vollständige Tauchausrüstung passend zu den Bedingungen,
- Unterwasserscooter mit Herstellerzubehör, eigener oder im Tauchcenter geliehen (gegen Aufpreis),
- Tauchcomputer,
- Signalboje mit Spool,
- Kompass,
- Tafel oder Wetnotes für die Planung.
Entscheidend ist eine stromlinienförmige, aufgeräumte Konfiguration. Alles, was herunterhängt, kann in den Propeller geraten oder den Widerstand erhöhen, und bei Scootergeschwindigkeit merkst du beides sofort.
Kursgebühr
Der Preis wird individuell festgelegt, je nach Kursort, Logistik und verwendetem Scooter.
Registrierungs- und Brevetgebühr
Ausbildungsmaterial und Brevetgebühr nach der aktuellen Preisliste der Zertifizierungsorganisation.
Zusätzliche Kosten
Scooterleihe, Atemgase, Tauchlogistik, Anreise, Unterkunft und Verpflegung.
Theorie
Die Theorie umfasst Auswahl, Vorbereitung und sicheren Einsatz des Scooters:
- wofür man einen Scooter nutzt und welchen echten Nutzen er bringt;
- Scootertypen: kompakt, für Sporttaucher und für Tech-Taucher;
- Aufbau eines DPV: Abzug, Propeller, Griffe, Zugang zum Akku, Auftriebsverhalten;
- worauf man beim Kauf eines Scooters achten sollte;
- Akkutypen, ihre Stärken und Schwächen, Regeln fürs Laden;
- Sicherheit und Transport des Scooters, auch im Flugzeug;
- Tauchgangsplanung mit drei Variablen gleichzeitig: Gas, Nullzeit und Akku.
Praxis
Zwei Ausbildungstauchgänge, jeder mit einem anderen Ziel:
Erster Tauchgang: Grundlagen der Bedienung
- Scooter vor dem Einstieg vorbereiten,
- Ein- und Ausstieg mit dem Scooter und Einsatz an der Oberfläche,
- kontrollierter Ab- und Aufstieg,
- gerade, stabile Fahrt halten und die Geschwindigkeit kontrollieren,
- Wende auf der Stelle und Kurve mit Schräglage,
- Kontakt zum Buddy halten.
Zweiter Tauchgang: vollständiger Tauchgang mit Plan
- Route selbst planen, unter Berücksichtigung von Akku und Gas,
- Fahrt im Tandem über eine längere Strecke,
- Navigation und Orientierung bei höherer Geschwindigkeit,
- Verfahren bei Scooterausfall: Rückweg aus eigener Kraft,
- Vorgehen bei blockiertem Abzug.
Die wichtigste Planungsregel: Die Strecke, die du mit dem Scooter zurücklegst, musst du mit Flossen auch zurück schaffen. Ein leerer Akku ist kein theoretisches Szenario.