Trockentauchanzug ohne Chaos
PADI Dry Suit Diver – Tauchen im Trockentauchanzug
Kursbeschreibung
Der Kurs PADI Dry Suit Diver führt dich ins Tauchen im Trockentauchanzug ein, einer Konfiguration mit anderer Tarierung und bewusstem Gasmanagement. In polnischen Gewässern ändert diese Ausbildung spürbar, wann du tauchen kannst: nicht mehr nur im Sommer, sondern das ganze Jahr.
Das Programm erklärt, wie der Anzug funktioniert, wie du die Gasmenge darin steuerst und wie du eine stabile Lage hältst. Du lernst, den Trimm zu kontrollieren, auf Volumenänderungen zu reagieren und typische Probleme zu vermeiden, vor allem Gas, das in die Beine wandert, und einen unkontrollierten Aufstieg.
Der wichtigste Unterschied zum Nassanzug: Es kommt ein zweiter Gasraum dazu, den du steuern musst. Am Anfang verlangt das Aufmerksamkeit, nach etwa fünfzehn Tauchgängen wird es zum Reflex. Und Wärme verändert die Qualität eines Tauchgangs mehr als jedes andere Ausrüstungsteil.
Ziel des Kurses ist, dass du den Trockentauchanzug als Werkzeug beherrschst, das dein Tauchen unterstützt, statt es einzuschränken.
1 bis 2 Ausbildungstage. Oft so verteilt, dass du die Tarierung ohne Eile lernst.
Mindestens 2 Freiwassertauchgänge. Dazu eine Einheit im geschützten Wasser, damit du die Grundlagen sicher beherrschst, bevor es ins offene Gewässer geht.
Höchstens 4 Teilnehmer pro Tauchlehrer. Bei der Arbeit an der Tarierung machen kleine Gruppen einen echten Unterschied.
Luft oder Nitrox (mit entsprechendem Brevet).
Nach dem Kurs kannst du:
- einen Trockentauchanzug mit Unterzieher auswählen und richtig anziehen,
- die Gasmenge im Anzug beim Ab- und Aufstieg steuern,
- trotz wechselndem Gasvolumen einen stabilen, waagerechten Trimm halten,
- Gas, das in die Beine wandert, erkennen und korrigieren,
- auf einen Defekt am Einlass- oder Auslassventil reagieren,
- den Anzug richtig pflegen und lagern.
- Alter: mindestens 10 Jahre;
- Brevet: PADI Open Water Diver oder ein gleichwertiges Brevet einer anderen Organisation;
- Gesundheit: keine Gegenanzeigen fürs Tauchen;
- Erfahrung: Erfahrung in kaltem Wasser ist nicht nötig, der Kurs ist genau dafür da.
Trockentauchanzug und Zubehör
- Trockentauchanzug mit Einlass- und Auslassventil,
- Mitteldruckschlauch,
- Unterzieher passend zur Wassertemperatur,
- Handschuhe und Kopfhaube passend zu den Bedingungen.
Normale Tauchausrüstung
- Atemregler mit Finimeter und zusätzlichem Mitteldruckabgang,
- Jacket (BCD),
- Tauchflasche und Bleisystem; im Trockentauchanzug brauchst du eine andere Bleimenge,
- Tauchcomputer.
Einen Anzug kannst du im Tauchcenter gegen Aufpreis leihen. Entscheidend ist die Passform, nicht der eigene Anzug: Ein schlecht sitzender Anzug erschwert das Lernen mehr als fehlende Erfahrung. Wenn du einen kaufen willst, mach zuerst den Kurs.
Kursgebühr
Der Preis wird individuell festgelegt, je nach Kursort und Logistik.
Registrierungs- und Brevetgebühr
Ausbildungsmaterial und Brevetgebühr nach der aktuellen Preisliste der Zertifizierungsorganisation.
Zusätzliche Kosten
Leihe von Anzug und Unterzieher, Atemgase, Eintritt an Tauchplätzen, Anreise und Unterkunft.
Theorie
Die Theorie erklärt die Mechanik hinter allem, was du im Wasser tust:
- Aufbau und Arten von Trockentauchanzügen: Neopren, Trilaminat, ihre Vor- und Nachteile;
- wie Tiefenänderungen Gasvolumen und Auftrieb beeinflussen;
- Regeln für das Gas im Anzug und die Rolle des Auslassventils;
- Wahl des Unterziehers passend zu Wassertemperatur und geplanter Tauchzeit;
- Bleimenge im Trockentauchanzug: warum sie anders ist;
- typische Probleme: Gasverlagerung, unkontrollierter Aufstieg, blockiertes Ventil;
- Pflege, Lagerung und einfache Reparaturen.
Praxis
Mindestens zwei Freiwassertauchgänge, davor eine Einheit im geschützten Wasser:
- Anzug anziehen und Dichtigkeit prüfen;
- Bleimenge mit Unterzieher bestimmen;
- Arbeit mit Einlass- und Auslassventil beim Ab- und Aufstieg;
- stabilen, waagerechten Trimm halten;
- Gas, das in die Beine wandert, korrigieren: die wichtigste Übung des Kurses;
- kontrollierter Aufstieg und Halt am Stopp;
- Vorgehen bei einem Ventildefekt und Abkoppeln des Inflatorschlauchs.
Die größte Schwierigkeit ist nicht die Ausrüstung, sondern zwei Gasräume gleichzeitig zu steuern. Deshalb machen wir den ersten Abstieg im flachen Wasser und ohne Eile.